Die diesjährige Studien- und Begegnungsreise des Konradsblatts führt vom 15. bis 23. September 2024 nach Albanien.
Einzigartig in Europa: Ungestört und ungebändigt fließt die Vosja durch Albanien ins Mittelmeer.
Auf einer Liste besonders begehrter Reiseländer wäre Albanien noch vor zehn oder 15 Jahren wohl kaum aufgetaucht. Aber das hat sich geändert. Zuletzt noch als Geheimtipp gehandelt, scheint sich der kleine Staat an der Adria mit Grenzen zu Montenegro, Kosovo, Mazedonien und Griechenland langsam, aber sicher zu einem der Traumziele Europas zu entwickeln.
Und das kommt nicht von ungefähr. Zum einen liegt es daran, dass sich die politische und soziale Situation gebessert hat. Nach der jahrzehntelangen Schreckensherrschaft des kommunistischen Diktators Enver Hoxha dauerte es zwar einige Jahre, bis das Land eine gewisse Stabilität erreichte. Aber mit der Verfassung von 1998 wurde es offiziell zur parlamentarischen Republik. Seit 2014 ist Albanien Beitrittskandidat zur Europäischen Union. Zum andern aber hat sich inzwischen herumgesprochen, wie schön und reizvoll sich die Landschaft zwischen der albanischen Riviera und der Grenze zu Mazedonien im Osten präsentiert. Nicht weniger als 14 Nationalparks tragen dazu bei, den Lebensraum von Pflanzen und Tieren und die Artenvielfalt zu erhalten. Allen voran ein Wildflussnationalpark, der das Ökosystem des Flusses Vjosa schützt, der sich – einzigartig in Europa – von seinem Ursprung in Griechenland ungestört und ungebändigt über 272 Kilometer seinen Weg bis zur Mündung in die albanische Adria bahnt. Dazu kommen zahlreiche bedeutende Städte und Dörfer, in denen nicht nur die lange und vielfältige Geschichte der Region von der Antike bis heute sichtbar wird. Mehr noch: Albanien spiegelt darüber hinaus in vielerlei Hinsicht die historische und kulturelle Entwicklung Europas insgesamt.
Die Überlegung, Albanien als Ziel der jährlichen Studien- und Begegnungsreise des Konradsblatts zu wählen, stand schon länger im Raum. Jetzt scheint der richtige Zeitpunkt dafür. Denn angesichts dessen, dass sich das Land offenbar zu einem Sehnsuchtsort für Touristen entwickelt, gilt es, dem zu erwartenden Boom zuvorzukommen und die Landschaft und Kultur Albaniens in spätsommerlicher Beschaulichkeit zu genießen.
Das Programm der Studien- und Begegnungsreise des Konradsblatts vom 15. bis 23. September 2024 entspricht der Vielfalt, die dieses Land zu bieten hat. Natürlich gehört dazu ein Besuch der Hauptstadt Tirana, wo sich vom zentralen Skanderberg-Platz mit der historischen Et’hem-Bey-Moschee viele Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen lassen. Noch im Bau befindet sich die Namangia-Moschee, die einmal 4500 Gläubigen Platz bieten soll. Daran ist erkennbar, dass der Islam mit einem Anteil von 57 Prozent die größte Glaubensgemeinschaft in Albanien stellt. Darauf folgen Katholiken und Orthodoxe mit etwa 17 Prozent. Umso absurder erscheint es, dass Diktator Hoxha das Land dereinst offiziell zum ersten und einzigen atheistischen Staat der Welt erklärte und jegliche Religionsausübung verbot.
"Minarette, Glockentürme und Ikonen"
Die christliche Tradition Albaniens wird den Reisenden ebenso auf Schritt und Tritt begegnen, zum Beispiel in den südöstlich gelegenen Städten Voskopoja und Korce. Hier finden sich wichtige Kirchen – in Korce die Auferstehungskathedrale, die größte orthodoxe Kirche Albaniens. Nicht zu vergessen das dortige Nationalmuseum für mittelalterliche Kunst mit einer herausragenden Ikonensammlung. Spätestens jetzt zeigt sich, dass das Motto der Konradsblatt-Reise ins Schwarze trifft, das da lautet: „Minarette, Glockentürme und Ikonen.“ Das orthodoxe Christentum tritt auch in der direkt am Vjosa-Fluss gelegenen Stadt Permet deutlich zutage. Umgeben von herrlichen Bergen finden sich hier mehrere Kirchen und byzantinische Klöster, bis hin zur orthodoxen Kirche von Leusa, einer der schönsten religiösen Stätten des Landes.
Ein Blick in das Städtchen Gjirokastra.
Zu einem Höhepunkt der Reise wird sicherlich Gjirokastra werden. In der „Stadt der Steine“, Weltkulturerbe der UNESCO, finden sich hunderte Turmhäuser im osmanischen Stil mit Steindächern, Holzbalkonen und weißen Wänden. Nicht weniger beeindruckend ist das im Zentrum des Landes gelegene Berat, bekannt als die „Stadt der tausend Fenster“, entsprechend den großen Fenstern der Häuser in der Altstadt. Auch hier begegnen sich historische Moscheen und byzantinisch-orthodoxe Kirchen mit bedeutenden Fresken und Ikonen.
Die aufgeführten Orte bilden nur einen kleineren Teil des Reiseprogramms ab. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten kommen hinzu. Nicht zu vergessen, der Reiz der zwischen den einzelnen Zielen liegenden Fahrten: sei es entlang der Küste oder durch die grandiosen Landschaften der albanischen Bergwelt. Interessante Gespräche mit Vertretern aus Kirche und Gesellschaft gehören auch bei dieser Reise selbstverständlich zum Programm. Zudem sollte der Hinweis nicht fehlen, dass Albanien auch kulinarisch viel zu bieten hat. Denn auch beim Essen treffen mediterrane, balkanische und osmanische Traditionen aufeinander.
Konradsblatt
Konradsblatt Studien- und Begegnungsreise nach Albanien
Im Reisepreis sind unter anderem folgende Leistungen enthalten:
Linienflug mit der Lufthansa Frankfurt – Tirana – Frankfurt
Rundfahrten und Transfers im klimatisierten Reisebus gemäß Programm
Örtliche Deutsch sprechende Reiseführung gemäß Programm
Besichtigungen und Eintritte gemäß Programm
Reisesicherungsschein für Pauschalreisen (Insolvenzversicherung)
Reiseunterlagen
Reisepreis pro Person im Doppelzimmer: Ab 21 Teilnehmern 1950 Euro Ab 26 Teilnehmern 1870 Euro Ab 31 Teilnehmern 1830 Euro Einzelzimmerzuschlag 280 Euro
Organisation und Durchführung der Reise: Firma BlassTravel GmbH, Singen
Reiseleitung: Michael Winter, Redaktion Konradsblatt, zusammen mit einer qualifizierten deutsch sprechenden örtlichen Reiseleitung.