Auftakt der Aktion Dreikönigssingen 2026 in Freiburg

30.12.2025 |

1000 Sternsinger trafen sich in Freiburg, um die Sternsingeraktion 2026 zu eröffnen. Das Konradsblatt war vor Ort dabei.

Am 30.12. wurde der Auftakt der 68. Aktion Dreikönigssingen in Freiburg gefeiert. Über 1000 Sternsinger und Sternsingerinnen trafen sich um 11 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge und wurden von den Organisatoren, von Erzbischof Stephan Burger und vom Oberbürgermeister von Freiburg, Martin Horn, begrüßt. Die Band Flying Sparks stimmte die Versammelten auf den Tag ein.
 
Die Menge der Sternsinger vor der Bühne auf dem Platz der Alten Synagoge in Freiburg.
 
Der Präsident des Kindermissionswerks, Dirk Bingener, freute sich auf die Ermutigung und den Segen Gottes, der an diesem Tag spürbar werden solle. Die Sternsingerin Jenny aus Malschenberg bezeichnete es als eine "riesengroße Ehre" in Freiburg mit dabei zu sein: "Wir haben uns dazu entschieden mit einem Teil von unseren Malschenberger Sternsingern hierherzufahren, um auch mal das Erlebnis einer riesengroßen Veranstaltung zu haben. Das ist einfach der Wahnsinn." 
 
Benedikt aus Buchholz berichtete, dass seine Gruppe bereits während Fahrt nach Freiburg viele erstaunte Blicke auf sich gezogen habe. Er freute sich auf die Führung durch das Freiburger Münster. Der Blick ging bei den Kindern und Jugendlichen auch bereits auf das neue Jahr. Maximilian aus Buchholz sagte: "Gutes Tun, Spaß haben in der Gruppe", darauf freue er sich am meisten, wenn er in Kürze zusammen mit anderen im Ort unterwegs sei. Raphael aus Huttingen freut sich, dass er als Sternsinger "Bekanntschaften pflegt und Leute kennenlernt".
 
Gruppen von Sternsingern aus Freiburg-Zähringen, Iffezheim, Unterriexingen und Mosbach mit Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks, Erzbischof Stephan Burger und BDKJ Bundesvorsitzende Daniela Hottenbacher.
 
Über die Mittagszeit waren die Gruppen der Sternsinger selbstständig in Freiburg unterwegs und besuchten verschiedene Freiburger Institutionen, wie das Planetarium, die Münsterbauhütte und das Ordinariat, wo beispielsweise Generalvikar Christoph Neubrand Führungen anbot. Dort war auch Laura aus Wald bei Sigmaringen. Sie fand es toll, das Ordinariat zu sehen und die "Freiburg Challenge" zu absolvieren. Andere Gruppen berichteten, dass sie es genossen haben, bei den Pfadfinderinnen der PSG Stockbrot zu backen, bei den Ministranten mit Schrumpfpapier zu basteln oder mal mit anderen Gruppen ins Gespräch zu kommen.
 
Der Gottesdienst im vollen Freiburger Münster begann mit einer Begrüßung von Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des BDKJ, und Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks. In seiner Predigt ermutigte Erzbischof Stephan Burger die Sternsinger, Vergnügen daran zu haben mit den Freunden unterwegs zu sein. Er betonte, dass sie mit ihrem Handeln Hoffnung und Zukunft schenken, für diejenigen, die von den gesammelten Spenden profitieren. Er sagte "Segen bringen, Segen sein: Das geschieht durch euer Tun. Danke, dass ihr euch dafür einsetzt." Der Höhepunkt des Gottesdiensts war die Eröffnung mit Luftschlangen und dem gemeinsamen Rufen des Mottos "Segen bringen - Segen sein". Zuletzt wurde noch der "Staffelstern" an das Bistum Münster übergeben, das die Eröffnung der Sternsingeraktion im kommenden Jahr ausrichten wird.
 
Der Moment der Eröffnung im Gottesdienst. Gemeinsam eröffneten die teilnehmenden Sternsinger mit Erzbischof Stephan Burger, BDKJ Vorsitzende Daniela Hottenbacher und dem Präsidenten des Kindermissionswerks Dirk Bingener.
 
Der Oberbürgermeister von Freiburg, Martin Horn, zeigte sich beeindruckt von der Eröffnungsaktion: "Wir haben die Sternsingergruppen überall in der Stadt gesehen. Es war total lebendig. Wir haben immer wieder andere Kinder fragen gehört: 'Warum sind so viele Könige unterwegs?' und die Eltern haben die Aktion erklärt. Es war ein ganz toller Tag!" Daniela Hottenbacher fand es besonders schön, die Kronen im Freiburger Münster glitzern zu sehen. Sie sagte, "Man ist nicht nur Sternsinger an der Aktion, sondern auch das ganze Jahr, und das hat mir der Gottesdienst wieder in Erinnerung gerufen." 
 
Für den reibungslosen Ablauf des Tages sorgten die vielen Ehren- und Hauptamtlichen, die mit ihren weißen Warnwesten den Gruppen Orientierung boten. Zita Erler, die den Tag von Seiten des Erzbistums organisiert hatte, zog ihr Fazit: "Es hat alles geklappt und es war eine total gute Stimmung in der Stadt." Ihr Highlight war es, am Morgen die vielen Kronen auf dem Platz der Alten Synagoge zu sehen. Das Erleben von Gemeinschaft war das Tolle für viele Teilnehmende. Niklas, ein Sternsinger aus dem Odenwald, brachte es auf den Punkt: " Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, dass auch andere im gleichen Alter den Glauben ausleben; dass man damit nicht alleine ist." 
 
Benedikt Hohl
Dieser Artikel wurde ursprünglich am 30.12.2025 um 13:30 veröffentlicht und um 17:30 ergänzt.