Respekt und Demut, aber auch Zuversicht und Freude

14.01.2026 |

Mit Gottesdiensten im Odenwald-Tauber-Kreis hat am vergangenen Wochenende die Reihe der Investiturfeiern in den 36 neuen Pfarreien des Erzbistums begonnen. Neben Lauda, Buchen und Neckarelz wurde in Tauberbischofsheim die Investitur des Leitenden Pfarrers Thomas Holler vorgenommen, ebenso die Amtseinführung des Kernteams und des Verwaltungsvorstands mit dem Stellvertretenden Leitenden Pfarrer Pater Artur Schreiber, dem Leitenden Referenten Robert Koczy, dem Pfarreiökonomen René Rosche und der Stellvertretenden Pfarreiökonomin Barbara Seitz.

Der Leitende Pfarrer Thomas Holler (Mitte) legte stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pastoralteams das Investiturversprechen ab. Links Ordinariatsrat Thorsten Gompper, rechts der Stellvertretende Leitende Pfarrer Pater Artur Schreiber.
 
Die neue Pfarrei St. Martin und Lioba Tauberbischofsheim entstand aus den bisherigen Seelsorgeeinheiten Tauberbischofsheim, Wertheim, Freudenberg, Külsheim-Bronnbach, Königheim und Großrinderfeld-Werbach. Die Mitfeiernden in der Pfarrkirche St. Martin erlebten eine beeindruckende Feier, angefangen mit dem Einzug von über 50 Ministrantinnen und Ministranten aus den verschiedenen Gemeinden, Priestern und Diakonen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Pastoralteams, dem Pfarreiökonomen mit Stellvertreterin und dem Pfarreirats-Vorstand der neuen Kirchengemeinde. Pfarreiratsvorsitzende Birgit Frei begrüßte insbesondere Ordinariatsrat Thorsten Gompper aus Freiburg, der mit dem Verlesen der Investitururkunde für Pfarrer Holler im Auftrag von Erzbischof Stephan Burger die offizielle Amtshandlung vollzog. Pfarrer Holler legte sodann stellvertretend für alle Mitarbeitenden, die für die Leitung der Pfarrei Verantwortung tragen, das Investiturversprechen ab.
 
In seinen Predigtworten dankte der Ordinariatsrat allen, die sich in der Vorbereitung der neuen Pfarrei engagiert hatten und ermutigte alle Gemeindemitglieder zu dem Wagnis als Christen zu leben. Besonders beeindruckend war die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes: so hatte sich ein Projektchor mit vielen Mitgliedern aus der neuen Pfarrei gebildet, der abwechselnd mit dem Kirchenchor von St. Martin agierte, unterstützt von Orgel, Querflöte, Oboe und Sopran. Die musikalische Gesamtleitung hatte Bezirkskantorin Julia Kohler. Der langanhaltende Beifall zeigte die Begeisterung der Gottesdienstbesucher.
 
Nach den Grußworten der Repräsentanten aus Staat und Gesellschaft dankte Thomas Holler allen Mitwirkenden für die bewegende Feier. Er sah darin den Auftakt für einen guten gemeinsamen Weg in die Zukunft. Wichtig sei ihm, den christlichen Glauben menschenfreundlich zu leben und zu  vermitteln, auf die Menschen zuzugehen und ihre Anliegen ernst zu nehmen, gerade auch die Sorgen um die Zukunft kirchlichen Lebens vor Ort. Er übernehme die neue Aufgabe mit einer gehörigen Portion Respekt und Demut, aber auch mit Zuversicht und Freude, im Vertrauen auf Gott und die vielen großartigen Menschen in der Kirche, in Staat und Gesellschaft, die für ihn ein großer Lichtblick seien. Anschließend war bei einem Empfang ausgiebig Gelegenheit zur Begegnung.
 
Kurt Baumann
 
Hinweis: Alle weiteren Termine und Orte der Investiturfeiern finden sich unter: www.ebfr.de