„Die Atmosphäre ist einfach mega“

06.08.2024 |

Vom 29. Juli bis zum 3. August fand die XIII. Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom statt. Mit 50 000 Ministrantinnen und Ministranten, 6000 davon aus dem Erzbistum Freiburg. Die erlebten eine besondere Atmosphäre und Gemeinschaft, die nur so ein Großereignis schaffen kann …

Eine Höhepunkt für viele Minis war die Papstaudienz. Als Franziskus über den Petersplatz fuhr hatte die Gruppe aus der SE Heuberg St. Barbara einen Platz in der ersten Reihe. Perfekt für Selfies.
 
Fangen wir beim Ende an. Zwischen jeder Säule im rechten Gang des Innenhofs der Basilika Sankt Paul vor den Mauern eine Liege. Jede ist belegt. Erschöpfte Ministrantinnen und Ministranten, Hitzeopfer. Freunde und Freundinnen halten die Infusionsbeutel mit den Elektrolytlösungen hoch, die die Ärzte und Ärztinnen der Malteser den jungen Patienten gegeben haben. In den Zwischenräumen auf den Sockeln der Säulen sitzen oder liegen noch weitere junge Patienten. Es ist Freitag, der letzte Tag der Internationalen Ministrantenwallfahrt. Eine Wallfahrt, die anstrengend ist, Kraft kostet. Beim ersten Freiburger Gottesdienst an diesem Tag sagt es Erzbischof Stephan Burger auch gleich zu Beginn: „Ich bin auch ein bisschen fertig.“ Und viele Gesichter der Ministrantinnen und Ministranten stimmen ihm zu: wir auch.
 
Alles hat seine Zeit, heißt es im Buch Prediger. Tatsächlich stellte man sich während der Wallfahrt durchaus die Frage, ob August die richtige Zeit für so eine Veranstaltung in Rom ist. Eine Zeit, in der alle Römer und Römerinnen wegen der Hitze aus der Stadt flüchten. Aber ein Blick in die Terminkalender macht klar. Einen anderen Termin, an dem in allen Bundesländern in Deutschland noch oder schon Sommerferien sind, gibt es nicht. Und da die deutschen Minis stets den größten Teil der jungen Pilger ausmachen, ist der Termin kaum anders zu wählen. 
 

Der 16-jährige Benjamin (links) hält mit einem seiner Minikollegen das T-Shirt mit den Unterschriften hoch.
Fünf Tage prägten die Minis an vielen Orten das Stadtbild Roms
 
50 000 Ministrantinnen und Ministranten aus 20 Ländern (neben Deutschland noch aus Österreich, Tschechien, Portugal oder auch der Ukraine, aus Frankreich, der Slowakei oder Italien) kamen in diesem Jahr nach Rom. Aus Deutschland waren es 35 000, 6000 alleine aus dem Erzbistum Freiburg. Traditionsgemäß stellt die Erzdiözese damit die größte Pilgergruppe. Was kein Zufall ist, sondern seine Gründe hat. Vor allem zwei maßgebliche: die herausragende Ministrantenarbeit vor Ort, die von Personen getragen wird, die bereit sind, sich zu engagieren und Jungen und Mädchen für den Dienst zu begeistern und natürlich auch dafür, nach Rom mitzufahren. Das sind meistens auch genau jene Personen, die nun auch bereit waren, die Verantwortung zu übernehmen mit einer Gruppe mitzufahren. Ob Pfarrer, Gemeindereferentinnen, Oberministranten oder engagierte Eltern. 
 

Der andere Grund: das Organisationsteam der Erzdiözese Freiburg rund um die Abteilung Jugendpastoral im Seelsorgeamt mit der Fachstelle für Ministranten. Mit großem Aufwand und mittlerweile mit der Expertise aus langjähriger Erfahrung sorgten sie erneut für einen sehr guten Ablauf der Tage in Rom. 
 
Es ist Dienstagmorgen. Schon jetzt prägen die Ministranten und Ministrantinnen das Bild auf dem Petersplatz. Aber nicht nur dort, auch an vielen anderen touristischen Hotspots Roms. Das wird die nächsten Tage so bleiben. Die Minis sind leicht zu erkennen. Sie treten in kleinen oder großen Gruppen auf, tragen Strohhüte oder andere Kopfbedeckungen, nicht selten einheitliche Shirts, sie schwenken Fahnen, stehen an römischen Brunnen, um ihre Flaschen aufzufüllen, hören Musik aus Boxen, singen oder tanzen auch mal. Und wer genau hinschaut, sieht noch die farbigen Bänder, an denen ihre Pilgerausweise hängen oder sieht die kleinen Schlüsselanhänger, auf denen das Motto der Wallfahrt „mit Dir“ in verschiedenen Sprachen steht.
 
Auf dem Petersplatz hat sich schon eine lange Schlange gebildet. Alle wollen sie in den Petersdom, auch die Gruppe aus der Seelsorgeeinheit Meßkirch. „Es ist ein Traum“, sagt Gemeindereferent Thomas Haueisen, einer der Betreuer der großen Meßkircher Gruppe. „Alles läuft gut, alle sind gesund und heil“, sagt er lachend und sein Umfeld nickt bestätigend.
 
Schon ein bisschen weiter vorne in der Schlange steht die Gruppe aus der Seelsorgeeinheit Simonswald. Auch hier ist die Stimmung bestens. Es wird gelacht und rumgeblödelt unter den Jugendlichen, die aus den fünf verschiedenen Pfarrgemeinden der Seelsorgeeinheit kommen und sich (wie bei vielen Gruppen) durch die Wallfahrt besser kennenlernen. „Siegelau schieben wir aber wieder ab“, sagt einer der Jungs in Richtung der Mädchen die aus der Gemeinde Siegelau kommen. Alle lachen. Pfarrer Rolf Paschke schüttelt nur den Kopf und sagt „Jungs, das könnt ihr doch nicht sagen“, auch wenn er weiß, dass sie das natürlich nicht so meinen. „Das ist der beste Pfarrer“, sagt einer der Minis über ihren Pfarrer. Und ein anderer: „Der sollte Papst sein.“ Alle lachen wieder und Pfarrer Paschke schüttelt wieder nur den Kopf. Das gute Miteinander zwischen Priestern (und der anderen Betreuer) und den Ministranten und Ministrantinnen ist sicherlich ein Merkmal, das man bei vielen Gruppen beobachten kann.
 

„Es ist ja auch besonders, dass uns die Gemeinschaft zu Gott verbindet“
 
Das und noch ein anderes: Trotz der sengenden Sonne wissen die Minis der Hitze zu trotzen. Das hat einiges mit der Disziplin der Messdiener zu tun. „Wir cremen uns immer ein und trinken viel. Und tragen unsere Hüte“, erklären viele . Dieses Pflichtbewusstsein, das zum Dienst am Altar dazugehört, zeigt sich bei der Wallfahrt an verschiedenen Stellen. Ob beim Anstehen, bei den großen und kleinen Absprachen innerhalb der Gruppe, beim Abschlussgottesdienst, oder einfach daran, dass es verhältnismäßig wenig große Probleme gibt. Was nicht heißt, dass nicht auch die eine oder andere Gruppe nachts im Hotel mal zu lange laut ist, und es dann einen bösen Anruf des Hotels beim Reiseveranstalter Schweizer Reisen gibt. 
 
Mittlerweile ist Dienstag, später Nachmittag. Auf dem sich immer mehr füllenden Petersplatz läuft schon das Vorprogramm für das bevorstehende Abendgebet mit Papst Franziskus. Grußworte werden gehalten. Musikalischer Höhepunkt ist der „Chor der Nationen“, bestehend aus 500 Pilgerinnen und Pilgern aus allen beteiligten Ländern, die die Hymne zum Motto „Mit Dir – With You – Contigo“ singen. Mit Unterstützung der tausenden Minis. Immer wieder ziehen La-Ola Wellen über den Platz. 

Stilecht mit Fahne war die Gruppe aus der Seelsorgeeinheit Titisee unterwegs. Und sichtlich gut gelaunt.
Auf den will endlich auch der 16-jährige Benjamin mit seiner Freiburger Gruppe. Doch die steht noch vor der Sicherheitskontrolle und muss warten. Benjamin hat bei der Wallfahrt ein T-Shirt mit dabei, auf das er alle, mit denen er ins Gespräch kommt, unterschreiben lässt. Die Unterschrift von Bischof Michael Gerber hat er schon und auch schon von einigen österreichischen Ministranten. „Dürfen wir auch unterschreiben?“, fragt da eine der Ministrantinnen, die mit ihrer Gruppe hinter ihm steht. „Klar“, sagt er und gibt ihr den Edding. Für solche Begegnungen sorgt die Wallfahrt permanent. Ob durch das Unterschreiben auf dem T-Shirt, oder durch das Tauschen der Hüte, Schlüsselanhänger oder Pilgertücher oder einfach nur durch die häufig gestellte Frage: „Woher kommt ihr?“
Dann brandet großer Beifall auf. Papst Franziskus ist mit dem Papamobil auf den Petersplatz gefahren. Minimassen drängen nach vorne zu den Absperrungen, um ein Foto zu schießen. Sichtlich gut gelaunt nimmt sich Franziskus viel Zeit, durch die jubelnden Reihen zu fahren, zu grüßen, zu winken. Eine beachtliche Leistung für einen 87-Jährigen bei diesen Temperaturen. Die jungen Menschen scheinen ihm Energie zu verleihen. „Der Petersplatz ist immer schön, aber mit Euch ist er noch viel schöner“, ruft er dann kurze Zeit später vom Altarpodium den jungen Leuten zu. „Danke, dass Ihr nach Rom gekommen seid“, sagt der Papst – und auf Deutsch: „Guten Abend“ und „Willkommen“. In seiner Ansprache (siehe auch Seiten 28-29) ermutigt er die Minis, das Gebot der Nächstenliebe konkret umzusetzen: „ohne Urteile und Vorurteile, ohne Verschlossenheit, ohne Ausgrenzung“. Ausdrücklich dankt er den Minis, dass sie nach Rom gekommen seien, „um miteinander die Freude zu teilen, zu Jesus zu gehören“.
 

Für viele Ministranten ist die Papstaudienz der Höhepunkt der Wallfahrt. Auch bei der Gruppe der Minis der Seelsorgeeinheiten Blumberg und Auf der Baar ist das so. „Diese Gemeinschaft hier so zu erleben, ist klasse. Die Atmosphäre ist einfach mega“, sagt die 16-jährige Kim. Und ihr Minikollege Sebastian ergänzt: „Es ist ja auch besonders, dass uns die Gemeinschaft zu Gott verbindet.“ 

Dieses Gefühl der Gemeinschaft erleben die Ministranten in den Tagen an den unterschiedlichsten Orten und in den unterschiedlichsten Begegnungen. In der eigenen Gruppe oder beim Anstehen an einem Brunnen, bei dem man ins Gespräch mit ungarischen Minis kommt. Oder wie es Julius aus der Ettlingen formuliert: „Es passieren hier so viele kleine, schöne Momente, die man in Erinnerung behalten wird.“ 
 
Auch die Betreuerin der Gruppe aus den Seelsorgeeinheiten Blumberg und Auf der Baar, die Pastoralreferentin Diana Shimoail, ist begeistert. Von ihren Minis: „Die sind total toll.“ Von der Wallfahrt: „Mega.“ Und auch von den Organisatoren durch die Erzdiözese rund um Carina Wacker und Stephan Raab von der Abteilung Jugendpastoral: „Ich bin sehr dankbar für deren Arbeit. Da wird man mitgenommen.“ 
 
Die Einsatzzentrale des Freiburger Organisationsteams ist in der Scuola Pontificio Pio IX. untergebracht, nur wenige hundert Meter vom Petersplatz entfernt. Es ist Mittwochvormittag. Zwei gelbe Banner der Freiburger Fachstelle für Ministrantinnen und Ministranten stehen vor dem Eingangstor. Im Torbogen sitzen zwei ehrenamtliche Helferinnen, gut erkennbar an ihren orangefarbenen Shirts. Wenn Freiburger Pilger Hilfe brauchen oder Fragen haben, kommen sie hierher. Organisatorische, aber auch medizinische Fragen. Denn in der Schule betreiben auch die Malteser ihre medizinische Ambulanz (siehe Seite 25). „Das ist sehr gut, dass wir dieses Mal beides an einem Ort haben“, sagt Dominik Schäfer, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit der Jugendpastoral im Erzbischöflichen Seelsorgeamt. „Die Papstaudienz haben wir gut überstanden“, sagt Schäfer, für den es mittlerweile schon die vierte Wallfahrt als Mitverantwortlicher ist. Das beruhigt ungemein, weil die Sorge um die große Hitze eine der größten Herausforderungen für die Verantwortlichen ist. Auch ansonsten ist die Stimmung bei ihm und auch bei Carina Wacker, trotz allem Stress und trotz aller Anspannung, gut. „Es ist ziemlich ruhig“, sagt Wacker, die Projektreferentin der Miniwallfahrt, und rechte Hand von Projektleiter Stephan Raab. Jede Nacht hoffen sie, dass das Notfalltelefon nicht klingelt. Und, falls doch, dann wegen eines lösbaren Problems. Bislang lief alles reibungslos. Aber sie wollen den Tag nicht vor dem Abend loben. Wirklich entspannt werden sie erst sein, wenn am Samstag alle Busse sicher in der Heimat wieder angekommen sein werden. So lange bleibt das Organisationsteam auch in Rom, „um immer einsatzbereit zu sein“, erklärt Carina Wacker, die sehr froh über die gute Zusammenarbeit mit Schweizer Reisen ist, die alles von den Bussen bis zu den Hotels organisieren. „Die haben so viel Erfahrung, und kümmern sich um alles. Das gibt viel Sicherheit.“ Mit einer kleinen Delegation hat das Reiseunternehmen im ersten Stock der Schule einige Arbeitsplätze eingerichtet, wo alle Probleme gelöst werden können. Beispielsweise auch der Umzug einer Gruppe in ein anderes Hotel, weil es um die Sauberkeit in der ursprünglichen Unterkunft nicht gut bestellt war.
 
Ministrant Marko aus der SE Eyachtal-Haigerloch St. Anna half im Sinne der Nächstenliebe bei der Abkühlung der anderen Minis, indem er sie nass spritzte.
Einiges ist neu bei dieser Wallfahrt für die Freiburger. Erstmals wurden die zentral organisierten Angebote für die Freiburger Gruppen deutlich reduziert. „Das war eine Rückmeldung aus der Vergangenheit, dass die Gruppen mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Tage haben wollen“, erklärt Schäfer. Dafür schufen die Verantwortlichen für die Gruppen frei wählbare Angebote wie eine „7-Kirchen-Wallfahrt“ oder eine Handyrallye durch Rom. Ebenfalls neu: Die Freiburger hatten nicht mehr wie sonst im römischen Terminal Gianicolo ein eigenes Pilgerzentrum, in dem jede Gruppe auch zweimal ein Essen bekam.
Während sie sich auf diese Neuerungen langfristig einstellen konnten, gab es kurz vor dem Beginn der Wallfahrt noch eine Überraschung für die Verantwortlichen: Aus Sicherheitsgründen konnten die Freiburger am Mittwoch nicht mehr einen zentralen Gottesdienst mit allen 6000 Pilgern in Sankt Paul vor den Mauern feiern. Auch ein Brief von Erzbischof Burger an den Vatikan konnte daran nichts ändern. Kurzfristig wurde umgeplant und stattdessen zwei große Abschlussgottesdienste am Freitag in der Papstbasilika Sankt Paul vor den Mauern für jeweils eine Hälfte der Freiburger Minis organisiert. Einer morgens, einer abends.
 
Doch noch ist es nicht so weit. Es ist Donnerstagmittag. Im sogenannten Auditorium, einem Veranstaltungssaal in der Via della Conciliazione, der berühmten Straße, die zum Petersdom hinführt, ist es angenehm kühl. Und es ist ziemlich viel los. In einer Ecke wird mit Bällen jongliert, daneben werden T-Shirts bedruckt, einige Minis rekeln sich in Sitzsäcken und spielen Karten und im Eingangsbereich verpasst eine Ordensschwester einer jungen Ministrantin ein Klebe-Tattoo auf den Oberarm. Erstmalig gibt es bei dieser Ministrantenwallfahrt ein Pilgerzentrum für alle deutschen Minis. Zum Erholen, Abkühlen, Auftanken, sich Begegnen. Und zudem mit einem breiten Zusatzprogramm. 
 

Auf einer der Treppen sitzen auch einige Minis aus Buchen. Sie gehen in Zeiten von Social Media einer eher ungewöhnlichen Tätigkeit bei jungen Leuten nach: Sie schreiben Postkarten. Die 24-jährige Clara ist zum dritten Mal bei der Wallfahrt dabei. So heiß wie dieses Mal sei es noch nie gewesen. Und auch nicht ganz so voll, findet sie. Die Wartezeiten, ob bei der Audienz oder bei den anderen touristischen Sehenswürdigkeiten, empfanden alle als sehr lang. Zu lang war sie auch für den 18-jährigen Olli. Von allen aus der Gruppe hatte er sich am meisten auf das Abendgebet mit dem Papst gefreut. Doch sein Kreislauf machte ihm einen Strich durch die Rechnung, stattdessen verbrachte er den Abend bei den Maltesern. Jetzt geht es ihm aber wieder besser. Und mit den anderen kann er nach dem Postkartenschreiben eine großzügige Spende aus ihrer Gemeinde zum gemeinsamen Essengehen einlösen. Es ist Freitagvormittag. Letzter Tag der Wallfahrt für die Freiburger Gruppen. Die römische Sonne tut, was sie am besten kann: brutzeln. An der Metrohaltestelle Basilica Sao Paolo werden die Freiburger Gruppen schon von den Ehrenamtlichen empfangen, die ihnen den Weg zur Basilika weisen, wo um 10.30 Uhr der erste der beiden Abschlussgottesdienste gefeiert wird.
 
Puh, diese Hitze; dachten sich auch die Buchener Minis und gingen in das deutsche Pilgerzentrum zum Abkühlen und zum Postkarten schreiben.
Malteserambulanz statt Papstaudienz
 
Viele der Gruppen wirken vor allem eines: erschöpft. Nach fünf Tagen Wallfahrt ist auch der Akku bei der Gruppe aus Walldorf-St. Leon-Rot im Stromsparmodus. Am Tag zuvor waren sie noch am Strand von Ostia. „Das war fatal“, sagt einer der nun sonnenbrandgeschädigten Minis. Nichtsdestotrotz freuen sie sich jetzt auf den Gottesdienst. Und auch später auf die Heimfahrt.
 
In der Mitte der prächtigen Basilika hat das ehrenamtliche Liturgieteam um Diözesanjugendpfarrer Claudius Dufner und Jan Eisele, Referent für Jugendspiritualität, eine große Bühne aufbauen lassen, bunt illuminiert und mit dem Logo der Wallfahrt „mit Dir“ beschriftet. Für den musikalischen Rahmen der Eucharistiefeier sorgt die Karlsruher Band „Condimento“, die es schafft, immer wieder den Akku der Ministranten aufzufüllen und sie zum Mitsingen und Mitklatschen zu bringen. In seiner Predigt betont Erzbischof Stephan Burger die Zusage des Mottos: „Gott will mit uns sein.“ Konzelebranten sind auch noch die beiden Freiburger Weihbischöfe. Alle drei Freiburger Bischöfe sind bis zum letzten Tag der Wallfahrt geblieben. Auch ein Zeichen ihrer Wertschätzung für den Dienst der Minis. Den bringt Erzbischof Stephan Burger auch nochmals in seiner Predigt am Ende zum Ausdruck: „Liebe Ministrantinnen und Ministranten! Ich will heute die Gelegenheit nicht versäumen, Euch von ganzem Herzen für diesen Dienst und Euer Zeugnis zu danken!“, sagt er. „Vergelt’s Gott! Danke für Euren Ministrantendienst, für Euren Dienst am Altar und an der Gemeinde auch in Zeiten, in denen vielleicht andere darüber lachen oder sich mokieren, weil Ihr noch zur Kirche geht und zur Kirche haltet.“ Und er fügte noch hinzu: „Ich brauche euch. Wir brauchen euch. Lasst nicht nach in eurem Dienst.“ Die Antwort der Minis: lang anhaltender Applaus. Der ist sicherlich auch berechtigt: für die Worte des Erzbischofs, für sich selbst und natürlich auch für eine Wallfahrt mit vielen schönen großen und kleinen Momenten.
 
Daniel Gerber