Ein Bild im Bild

Mit seinen zehn auf zwölf Metern ist es das größte in ganz Europa: das Fastentuch im Freiburger Münster. Nun hat ein Leser eine bemerkenswerte Entdeckung um das Fastentuch gemacht.

Mit Seilen wird das über eine Tonne schwere Teil aufgehängt und verdeckt dann fast den gesamten Chor des Münsters. Die Leintuchbahnen wurden 1611/12 vom französischen Maler François Arparel mit einer riesigen Kreuzigungsdarstellung bemalt. Die Tradition der Fastentücher gibt es seit dem Mittelalter. Mit dem Verhüllen des Altars sollen die Kirchenbesucher ganz bewusst an das Leiden Jesus erinnert werden.
 
 
 
Konradsblatt-Leser Stefan Weil hat eine bemerkenswerte Entdeckung gemacht: „Mir ist aufgefallen, dass François Arparel beim Malen des Fastentuchs nicht nur Szenen der Leidensgeschichte in vielen kleinen Bildern darstellt. Das Fastentuch enthält gleichzeitig ein Bildmosaik und zeigt in seiner Gesamtsicht aus größerer Entfernung und bei richtiger Beleuchtung das Gesicht eines Mannes mit Dornenkrone, also ein Bild des leidenden Jesu. Während des Live-Streams konnte man das mehrfach sehr deutlich sehen, aber man sieht es auch auf der Abbildung im Konradsblatt, wenn man diese aus hinreichender Entfernung anschaut.“
 
In der Tat, bei hinreichend aufmerksamer Betrachtung kann man Stefan Weils Erkenntnis folgen. Die Redaktion bat ihn um folgende Skizze, um das Auffinden zu vereinfachen:
 
 
 
 
 
Hier noch einmal beide Bildern nebeneinander: