Das Vaterunser, ein gemeinsames Gebet von Juden und Christen
„So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlasse uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern erlassen haben! Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen!“ (Matthäus 6,9-13). Dieses Gebet, das Jesus seine Jünger lehrte, steht im Mittelpunkt der Gottesdienste aller christlichen Konfessionen. Der große Meister des christlich-jüdischen Dialogs Schalom Ben Chorin (1913-99) erwähnte es oft - schriftlich oder mündlich -, dass er das „Vaterunser“ anlässlich interreligiöser Veranstaltungen stets mitgesprochen hatte, ohne die eigene Religion zu verletzen. Denn jedes Wort in diesem Gebet Jesu sei auch jüdischer Glaubensinhalt.
Papst Franziskus beim Vaterunser-Gebet im Fußballstadion "Stade Velodrome" in Marseille (Frankreich) am 23. September 2023.
Quelle: KNA-Bild
Die Benennung Gottes als „Vater“ beruht auf einer viel gebrauchten jüdischen Gebetsformel „Awinu, Malkenu“ („Unser Vater, unser König“). „Heilig“ (hebräisch „kadosch“) vergegenwärtigt das Erhabene, das über das Alltägliche steht. Und die vollständige Erhabenheit im Judentum wird allein Gott zugeschrieben: „Mit wem wollt ihr mich vergleichen, dass ich ihm gleich wäre, spricht der Heilige“ (Jesaja 40,25). Mit dem Begriff „Der Heilige“ wird oft auch der unaussprechliche Gottesname in der religiösen Praxis des Judentums umschrieben. Im Religionsunterricht sowie bei Glaubensgesprächen verwendet man die Bezeichnung „Ha Schem“, „der Name“, das heißt, der unaussprechliche Gottesname, der alles überragt, und das Allerheiligste darstellt. Jesus betont diese jüdische Glaubensüberzeugung und schärft sie seinen Jüngern ein: „Geheiligt werde dein Name“.
Die Anrede des transzendenten Gottes der Bibel als „Vater“ ist ebenfalls eine Umschreibung und nicht mit heidnischen Kulten zu verwechseln, die sowohl Männer- wie auch Frauengottheiten besaßen. An manchen Stellen des Alten Testaments wird Gott auch mit einer Mutter verglichen: „Wie einen Mann, den seine Mutter tröstet, so tröste ich euch“ (Jesaja 66,13); „Denn Gott antwortet: ‚Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, ohne Erbarmen sein gegenüber ihren leiblichen Sohn? Und selbst sie ihn vergisst: Ich vergesse dich nicht‘“ (Jesaja 49,15). Eltern und Kinder, eine auf der Liebe beruhende engste und ursprünglichste Beziehung, sinnbildlich übertragen auf Gott und den Menschen, den nach biblischem Bericht der Schöpfer nach seinem Abbild erschaffen hat.
Ein „Turm mit einer Spitze bis in den Himmel“
Der „Vater“ sei „im Himmel“. Jesus spricht auch über das „Himmelreich“ - in Gleichnissen, da er damit nicht eine mit den Sinnen wahrnehmbare Ortsangabe meint. Die Vereinnahmung dieser Bezeichnung mit der göttlichen Transzendenz wird bildhaft im Genesis 11,4-9) verdeutlicht: Die Menschen versuchen, einen „Turm mit einer Spitze bis in den Himmel“ zu bauen, und das Unterfangen wird zum Wirrsal (hebräisch „Babel“). Die gemeinsame jüdische und christliche Hoffnung auf den Antritt der Gottesherrschaft besagen die Worte: „Dein Reich komme“, aus jüdischer Sicht durch die Ankunft des Messias verwirklicht und im Christentum mit der Wiederkunft Jesu Christi erwartet.
„Dein Wille geschehe“: Die Auslegung des biblischen Zitats „Ich bin gnädig, wem ich gnädig bin, und ich bin barmherzig, wem ich barmherzig bin“ (Exodus 33,19) wurde von den Exegeten bei der Interpretation mancher paulinischen Texte sowie in der Deutung der augustinischen Theologie auch missverstanden. Gott hat aus biblischer Sicht den Menschen mit freiem Willen erschaffen. Doch der Gotteswille und der Menschenwille stellen zwei unterschiedliche Ebenen dar: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege - Spruch des Herrn. So hoch der Himmel über die Erde ist, so hoch erhaben sind meine Wege über eure Wege und meine Gedanken über eure Gedanken“ (Jesaja 55,8-9).
Aurelius Augustinus (354-430), der durch den Mailänder Bischof Ambrosius zur symbolischen Auslegung der Bibel geführt wurde, veranschaulicht diesen Unterschied aufgrund der biblischen Erzählung über Jakob und Esau (vgl. Genesis 27). Nach menschlichem Ermessen sollte der ältere Sohn Esau den Segen seines Vaters Isaak erhalten, doch durch die List der Mutter Rebekka geht der Vatersegen auf Jakob, den Jüngeren. Was als ein durch Menschenlist herbeigeführter Zwischenfall aussieht, erfüllt den Heilsplan Gottes. Denn nur der gesegnete jüngere Sohn hat die Fähigkeiten, die Heilsgeschichte weiterzuführen. So erklären auch die rabbinischen Ausleger den Bibelabschnitt.
Was die Exegeten oft „Prädestination“ nannten, ist absolutes göttliches Wissen, das unfehlbares Urteilsvermögen einschließt. „Was wollen wir nun sagen? Handelt Gott ungerecht? Keineswegs! Denn zu Mose sagt er: Ich schenke Erbarmen, wem ich will, und erweise Gnade, wem ich will. Also kommt es nicht auf das Wollen und Laufen des Menschen an, sondern auf den sich erbarmenden Gott“ (Römer 9,15-16).
Musterexempel des Dialogs zwischen Mensch und Gott
Eine Wahrheit sei nur deshalb Wahrheit, „dass sie von ihm (Gott) kommt“, schreibt der jüdische Philosoph Franz Rosenzweig (1886-1929) in seinem Hauptwerk „Stern der Erlösung“. Dessen Freund und Mitarbeiter Martin Buber (1878-1965) verdeutlicht in seiner Philosophie: „Die Welt ist dem Menschen zwiefältig nach seiner zwiefältigen Haltung. Die Haltung des Menschen ist zwiefältig nach der Zwiefalt der Grundworte die er sprechen kann. (...) Die verlängerten Linien der Beziehungen schneiden sich im ewigen Du. Jedes geeinzelte Du ist ein Durchblick zu ihm. Durch jedes geeinzelte Du spricht das Grundwort das ewige an. (...) Denn wer das Wort Gott spricht und wirklich Du im Sinn hat, spricht, in welchem Wahn immer er befangen sei, das wahre Du seines Lebens an, das von keinem anderen eingeschränkt zu werden vermag und zu dem er in einer Beziehung steht, die alle anderen einschließt“ („Ich und Du“). Buber, der 1925 zusammen mit Rosenzweig eine eng am Originaltext orientierte Verdeutschung der Hebräischen Bibel begann und die Arbeit nach dem frühen Tod seines Freundes weiterführte und 1961 abschloss, verfasste auch sein philosophisches Werk auf biblischer Grundlage. Denn diese Heilige Schrift ist ein bildhafter Dialog zwischen Mensch und Mensch, der stets in die Zwiesprache mit Gott mündet.
Das „Vaterunser“ ist ein kurzes Musterexempel des Dialogs zwischen Mensch und Gott. Wie der Kirchenvater Augustinus betrachtet auch der jüdische Philosoph Buber den freien Willen des Menschen als ein göttliches Geschenk. Doch der Mensch missbrauche auch leicht diese Gnade, indem er Götzendienst begeht, sei es dem Mammon oder anderen Begierden gegenüber. Über jeden Irrtum erhoben sei nur der göttliche Wille, den der menschliche Verstand nicht begreifen kann, doch dem man vertrauen soll. Dieses unbedingte Vertrauen (hebräisch „emuna“) dem absoluten Wesen Gottes gegenüber meint Jesus mit den Gebetsworten „Dein Wille geschehe“.
Menschliche Habgier führt zu Armut und Hunger
Es folgt eine praktische Bitte für das Überleben eines Menschen um das tägliche Brot. Es ist klar, dass im Alltag kein himmlisches Manna herunterfällt wie bei der biblischen Wüstenwanderung (vgl. Exodus 16,13-15). Doch in der Schöpfungsgeschichte wird gesagt, dass Gott dem nach seinem Bild erschaffenen Menschen die Erde mit deren gesamten Erzeugnissen übergab, mit genügend Nahrung für alle Menschenkinder (vgl. Genesis 1,28-31). Aus den Schriften des Tenach (Tora, Naviim, Ketuwim - Tora, Propheten, Schriften) sowie des Neuen Testaments ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die menschliche Habgier zu Armut und Hunger führte. Und in der gesamten Heiligen Schrift werden das ungerechte Anhäufen von Gütern und die Ausbeutung angeprangert sowie zum sozial gerechten Handeln als göttlichem Auftrag gemahnt.
Jesus, der meistens in der sanften Auslegungsweise des Rabbi Hillel spricht, verwendet diesbezüglich die Härte der Schamai-Interpreten (Hillel und Schamai waren die beiden bedeutendsten rabbinisch-pharisäischen Auslegungsschulen): „Amen, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Matthäus 19,23-24). Er verurteilt nicht einen Wohlstand in Maßen, sondern einen Überfluss, der zur Verarmung vieler führt. Seine Bitte um „das tägliche Brot“ ruft gleichzeitig den Menschen auf, an Gottes Heilsplan mitzuwirken und „Teschuwa“, Umkehr, zu üben.
Die nächste Bitte verbunden mit einem Versprechen an Gott steht ganz im Zeichen der „Teschuwa“. Am Jom Kippur, dem Versöhnungstag, wird in der Liturgie der Synagoge für die göttliche Vergebung der Sünden gebetet. Doch davor sind die zehn Tage von Rosch HaSchana (hebräisch „Kopf des Jahres“, das jüdische Neujahr) bis zum Versöhnungstag der Umkehr gewidmet. Um Gottes Erbarmen über seine Verfehlungen erbitten zu dürfen, muss jeder gläubige Jude während dieser Bußtage die gegen die Mitmenschen begangenen Sünden wiedergutmachen und sich mit allen seinen Widersachern versöhnen. Mit der Gebetsformel „Erlasse unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern erlassen haben“, fasst Jesus diese Vorgehensweise der religiösen Praxis des Judentums in einem Satz zusammen.
"Ein Ereignis, dessen Weltseite Umkehr heißt, dessen Gottesseite Erlösung“
„Und führe uns nicht in Versuchung“: Schalom Ben Chorin interpretiert diese Bitte im „Vater unser“ als göttliches Zulassen der Versuchung angesichts der menschlichen Unzulänglichkeit. Hat der große Religionsphilosoph diesbezüglich recht? „Denn welchen der Herr liebhat, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat“ (Hebräer 12,6). Eine Prüfung führt zu Einsicht und Erneuerung und wird aus pädagogischen Gründen eingesetzt, wie eine elterliche Züchtigung.
Das wird auch im Alten Testament verdeutlicht: „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater seinen Sohn. Selig der Mensch, der Weisheit gefunden, der Mensch, der Einsicht gewonnen hat (Sprüche 3,12-13). In diesem Sinne veranschaulicht auch Buber die Menschheitsgeschichte im Rahmen des göttlichen Heilsplans: „Jede Spirale ihres Weges führt uns in tiefres Verderben und grundhaftere Umkehr zugleich. Das Ereignis aber, dessen Weltseite Umkehr heißt, dessen Gottesseite heißt Erlösung“ („Ich und Du“).
Nach jüdischer Auffassung darf der Mensch, der vieles, was Gott ihm auferlegt, nicht versteht, sogar hadern. Jesus räumt im Gebet, das er seine Jünger lehrt, auch der menschlichen Angst vor einer Prüfung Verständnis ein. Doch in einem Atemzug folgt auch die Bitte um die „Erlösung vom Bösen“, gleichzeitig eine Zuversicht, die die ganze Bibel durchdringt: „Da rief ich deinen Namen, Herr, tief unten aus der Grube. Du hörtest meine Stimme: Verschließ nicht dein Ohr vor meinem Seufzen, meinem Schreien! Du warst nahe am Tag, da ich dich rief; du sagtest: Fürchte dich nicht! Du, Herr, hast meine Sache geführt, hast mein Leben erlöst“ (Klagelieder 3,55-58).
Das „Vaterunser“ ist ein kurzes Musterexempel des Dialogs zwischen Mensch und Gott. Wie der Kirchenvater Augustinus betrachtet auch der jüdische Philosoph Buber den freien Willen des Menschen als ein göttliches Geschenk. Doch der Mensch missbrauche auch leicht diese Gnade, indem er Götzendienst begeht, sei es dem Mammon oder anderen Begierden gegenüber. Über jeden Irrtum erhoben sei nur der göttliche Wille, den der menschliche Verstand nicht begreifen kann, doch dem man vertrauen soll. Dieses unbedingte Vertrauen (hebräisch „emuna“) dem absoluten Wesen Gottes gegenüber meint Jesus mit den Gebetsworten „Dein Wille geschehe“.
Es folgt eine praktische Bitte für das Überleben eines Menschen um das tägliche Brot. Es ist klar, dass im Alltag kein himmlisches Manna herunterfällt wie bei der biblischen Wüstenwanderung (vgl. Exodus 16,13-15). Doch in der Schöpfungsgeschichte wird gesagt, dass Gott dem nach seinem Bild erschaffenen Menschen die Erde mit deren gesamten Erzeugnissen übergab, mit genügend Nahrung für alle Menschenkinder (vgl. Genesis 1,28-31). Aus den Schriften des Tenach (Tora, Naviim, Ketuwim - Tora, Propheten, Schriften) sowie des Neuen Testaments ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die menschliche Habgier zu Armut und Hunger führte. Und in der gesamten Heiligen Schrift werden das ungerechte Anhäufen von Gütern und die Ausbeutung angeprangert sowie zum sozial gerechten Handeln als göttlichem Auftrag gemahnt.
Jesus, der meistens in der sanften Auslegungsweise des Rabbi Hillel spricht, verwendet diesbezüglich die Härte der Schamai-Interpreten (Hillel und Schamai waren die beiden bedeutendsten rabbinisch-pharisäischen Auslegungsschulen): „Amen, ich sage euch: Ein Reicher wird schwer in das Himmelreich kommen. Nochmals sage ich euch: Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt“ (Matthäus 19,23-24). Er verurteilt nicht einen Wohlstand in Maßen, sondern einen Überfluss, der zur Verarmung vieler führt. Seine Bitte um „das tägliche Brot“ ruft gleichzeitig den Menschen auf, an Gottes Heilsplan mitzuwirken und „Teschuwa“, Umkehr, zu üben.
„Erlasse unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern erlassen haben“
Die nächste Bitte verbunden mit einem Versprechen an Gott steht ganz im Zeichen der „Teschuwa“. Am Jom Kippur, dem Versöhnungstag, wird in der Liturgie der Synagoge für die göttliche Vergebung der Sünden gebetet. Doch davor sind die zehn Tage von Rosch HaSchana (hebräisch „Kopf des Jahres“, das jüdische Neujahr) bis zum Versöhnungstag der Umkehr gewidmet. Um Gottes Erbarmen über seine Verfehlungen erbitten zu dürfen, muss jeder gläubige Jude während dieser Bußtage die gegen die Mitmenschen begangenen Sünden wiedergutmachen und sich mit allen seinen Widersachern versöhnen. Mit der Gebetsformel „Erlasse unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldnern erlassen haben“, fasst Jesus diese Vorgehensweise der religiösen Praxis des Judentums in einem Satz zusammen.
„Und führe uns nicht in Versuchung“: Schalom Ben Chorin interpretiert diese Bitte im „Vater unser“ als göttliches Zulassen der Versuchung angesichts der menschlichen Unzulänglichkeit. Hat der große Religionsphilosoph diesbezüglich recht? „Denn welchen der Herr liebhat, den züchtigt er; er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat“ (Hebräer 12,6). Eine Prüfung führt zu Einsicht und Erneuerung und wird aus pädagogischen Gründen eingesetzt, wie eine elterliche Züchtigung.
Das wird auch im Alten Testament verdeutlicht: „Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er, wie ein Vater seinen Sohn. Selig der Mensch, der Weisheit gefunden, der Mensch, der Einsicht gewonnen hat (Sprüche 3,12-13). In diesem Sinne veranschaulicht auch Buber die Menschheitsgeschichte im Rahmen des göttlichen Heilsplans: „Jede Spirale ihres Weges führt uns in tiefres Verderben und grundhaftere Umkehr zugleich. Das Ereignis aber, dessen Weltseite Umkehr heißt, dessen Gottesseite heißt Erlösung“ („Ich und Du“).
Nach jüdischer Auffassung darf der Mensch, der vieles, was Gott ihm auferlegt, nicht versteht, sogar hadern. Jesus räumt im Gebet, das er seine Jünger lehrt, auch der menschlichen Angst vor einer Prüfung Verständnis ein. Doch in einem Atemzug folgt auch die Bitte um die „Erlösung vom Bösen“, gleichzeitig eine Zuversicht, die die ganze Bibel durchdringt: „Da rief ich deinen Namen, Herr, tief unten aus der Grube. Du hörtest meine Stimme: Verschließ nicht dein Ohr vor meinem Seufzen, meinem Schreien! Du warst nahe am Tag, da ich dich rief; du sagtest: Fürchte dich nicht! Du, Herr, hast meine Sache geführt, hast mein Leben erlöst“ (Klagelieder 3,55-58).