Demo für den Frieden
11.11.2025 |
Der Volkstrauertag ist mehr als ein Tag des Gedenkens an die Opfer der Weltkriege. Er fragt nach den Ursachen von Krieg und Gewalt, er mahnt uns, wachsam zu bleiben, und er ruft dazu auf, uns für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen – im Großen wie im Kleinen. Gerade in einer Zeit, in der Konflikte Europa und die Welt erschüttern, ist diese Mahnung aktueller denn je. Der Volkstrauertag ist aus meiner Sicht auch deshalb wichtig, weil er der einzige nichtkirchliche Gedenktag ist, in dem wir uns als Gesellschaft mit Tod, Krieg und Frieden auseinandersetzen können.
Ich bin dankbar, dass immer mehr Gemeinden ihre Gedenkveranstaltungen öffnen und neue Elemente in die traditionellen Abläufe einbauen. Wenn etwa Schülerinnen und Schüler von ihren Gedanken zum Ukrainekrieg, über ihren Besuch der örtlichen Kriegsgräber oder gar einen Pflegeeinsatz von Kriegsgräbern berichten, dann wird Erinnerungskultur lebendig. Solche Beiträge zeigen: Frieden beginnt im Miteinander, in der Kommune, in den sozialen Medien, im Alltag.
Veränderungen rufen manchmal Widerspruch hervor. Doch ohne Veränderung im Ablauf, zumindest in einzelnen Elementen, besteht die Gefahr, dass der Volkstrauertag zur leeren Zeremonie wird. Das wäre sehr schade, denn dieser Tag trägt die Botschaft des Friedens und der Versöhnung in sich. Und diese Botschaft wird nicht alt, sie muss für jede Zeit wieder neu hörbar gemacht werden. Wir alle können durch unsere Teilnahme ein Zeichen setzen – still, aber hörbar. Denn Frieden ist kein Zustand, den wir einfach erben. Frieden ist eine Aufgabe, die uns alle angeht.
Volker Schütze leitet als Geschäftsführer die Bezirksverbände Nordbaden und Nordwürttemberg des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Von Volker Schütze, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
Am 16. November begehen wir wieder den Volkstrauertag – einen Gedenktag, der eine lange Tradition hat, dessen Bedeutung vielen indes nicht mehr bewusst ist. Das ist bedauerlich, denn seine Botschaft ist heute dringender denn je: Frieden braucht Erinnerung und aktive Bewahrung.
Der Volkstrauertag ist mehr als ein Tag des Gedenkens an die Opfer der Weltkriege. Er fragt nach den Ursachen von Krieg und Gewalt, er mahnt uns, wachsam zu bleiben, und er ruft dazu auf, uns für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen – im Großen wie im Kleinen. Gerade in einer Zeit, in der Konflikte Europa und die Welt erschüttern, ist diese Mahnung aktueller denn je. Der Volkstrauertag ist aus meiner Sicht auch deshalb wichtig, weil er der einzige nichtkirchliche Gedenktag ist, in dem wir uns als Gesellschaft mit Tod, Krieg und Frieden auseinandersetzen können.
Ich bin dankbar, dass immer mehr Gemeinden ihre Gedenkveranstaltungen öffnen und neue Elemente in die traditionellen Abläufe einbauen. Wenn etwa Schülerinnen und Schüler von ihren Gedanken zum Ukrainekrieg, über ihren Besuch der örtlichen Kriegsgräber oder gar einen Pflegeeinsatz von Kriegsgräbern berichten, dann wird Erinnerungskultur lebendig. Solche Beiträge zeigen: Frieden beginnt im Miteinander, in der Kommune, in den sozialen Medien, im Alltag.
Veränderungen rufen manchmal Widerspruch hervor. Doch ohne Veränderung im Ablauf, zumindest in einzelnen Elementen, besteht die Gefahr, dass der Volkstrauertag zur leeren Zeremonie wird. Das wäre sehr schade, denn dieser Tag trägt die Botschaft des Friedens und der Versöhnung in sich. Und diese Botschaft wird nicht alt, sie muss für jede Zeit wieder neu hörbar gemacht werden. Wir alle können durch unsere Teilnahme ein Zeichen setzen – still, aber hörbar. Denn Frieden ist kein Zustand, den wir einfach erben. Frieden ist eine Aufgabe, die uns alle angeht.
Volker Schütze leitet als Geschäftsführer die Bezirksverbände Nordbaden und Nordwürttemberg des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge